Gepostet in Portfolio Roasts
Suche nach Compounder und Monopole
Hallo liebe Community,
ich habe zwei Portfolios:
- Ein “langweiliges” Dividendenportfolio inclusive Anleihen, in dem ich seit 2018 im Schnitt etwa 12 % Rendite pro Jahr erzielt habe. Darin finden sich Titel wie Allianz, Münchener Rück, JPMorgan oder Coca-Cola, aber auch knapp 30% Aktien aus Asien oder Südamerika
- Ein zweites Portfolio, das ich „Compounding Machines & Monopolies“ nenne, mit dem ich versuche über 12% Rendite pro Jahr zu erreichen. Hier befindet sich bis jetzt weniger als 10% meines Equity Vermögens.
Für dieses zweite Portfolio bin ich aktuell auf der Suche nach weiteren Unternehmen, die in dasselbe Profil passen oder nach guten Gründen, bestehende Positionen weiter aufzustocken oder aufzulösen. Ziel ist es um die 10 Unternehmen zu haben.
Es handelt sich dabei ausschließlich um Unternehmen mit überdurchschnittlicher Profitabilität (sehr hohe Profitmargen, ROE oder ROIC), meist kapitalleichte Geschäftsmodelle mit berechenbaren Cashflows, gutem Wachstum, also keine kapitalintensiven Industriebetriebe mit riesigen Anlagen oder Fabriken. Ich liebe billig bewertete Unternehmen, was hier aber sehr schwer ist, mit Ausnahme vielleicht Alphabet bis vor einigen Monaten bei einem Forward KGV von nur 15. Die meisten dieser Unternehmen, sind sportlich bewertet, aber Qualität und Wachstum haben seinen Preis.
Einige meiner aktuellen Positionen:
- Visa
- Mastercard
- S&P Global
- Moody’s
- MSCI
- Salesforce
- Deutsche Börse
- Copart
Unternehmen, die ich derzeit interessant finde:
- FICO
- Equifax
- London Stock Exchange
- Fraport oder AENA als Monopole
Ich orientiere mich stark an der Strategie von Sir Chris Hohn, Dev Kantesaria und Chuck Akre, alles Investoren, die langfristig rund 15-20 % Rendite pro Jahr erzielt haben und deren Portfolios sich auf außergewöhnlich hochwertige Unternehmen konzentrieren.
Ihre Philosophie ist es in überdurchschnittlich gute, monopolähnliche Unternehmen zu investieren, die aus jedem investierten Euro schnell zwei machen, finde ich logisch und überzeugend. Ich betreibe dabei viel „Copy & Paste“, nutze also die Quarterly 13F-Filings und Interviews dieser Investoren als Inspirationsquelle.
13F-Fillings der drei Investoren:
https://www.dataroma.com/m/holdings.php?m=tci. https://www.dataroma.com/m/holdings.php?m=AC https://www.dataroma.com/m/holdings.php?m=VFC
Viele dieser Unternehmen kenne ich auch aus eigener Erfahrung:
Ich habe jahrelang bei einem globalen US-Kreditkarteninstitut gearbeitet, daher Visa und Mastercard, und verbrachte den Großteil meiner Karriere im Bereich Kreditrisiko, daher auch mein Interesse an Firmen wie Moody’s, S&P, FICO und Equifax. Alles Unternehmen, die mir im Laufe meiner Karriere über den Weg gelaufen sind und mit denen ich zusammengearbeitet habe.
Mit den Produkten von Salesforce arbeite ich ebenfalls seit vielen Jahren, und als leidenschaftlicher Programmierer sehe ich Künstliche Intelligenz eher als Chance denn als Bedrohung für diese Branche. Ich sehe Berkshire als Ankerposition und werde ihre Gewichtung konstant auf 20 % des Portfolios ausrichten.
Mich würde interessieren:
- Hat jemand von euch einen ähnlichen Ansatz?
- Oder kennt ihr weitere Unternehmen, die in diese Kategorie passen?
https://app.parqet.com/p/682d05e74f87b13085abb70c
Ich bin 35 Jahre alt, arbeite bei meiner vierten Bank im Management, das Haus ist fast abbezahlt, und mein Ziel ist es, etwas früher in Rente zu gehen. Momentan halte ich rund 20 % in kurzfristigen Anleihen und Gold, habe also ausreichend Liquidität für neue Käufe. Mein Standbein ist mein Dividenden-Portfolio, mit dem ich vermutlich in etwa im Gleichschritt mit dem Markt laufen werde. Mit einem Teil meines Kapitals möchte ich jedoch etwas aggressiver und fokussierter vorgehen. Ich verfolge dort die Unternehmenspräsentationen quartalsweise, höre mir hin und wieder die Earnings Calls an und aktualisiere daraufhin meine DCF-Analysen. Durch meine Teilzeitbeschäftigung kann ich mir die Zeit dafür gut nehmen und es macht einfach Spaß. Ich bin mir bewusst, dass ich hier etwas überproportional in Nordamerika investiert bin, aber insgesamt liegt der Anteil über all meine Portfolios hinweg unter 40%.
Viele Grüße
Moin,
es gibt einen Youtuber namens Joseph Carlson, der seid einiger Zeit eine ähnliche Strategie fährt. VLT schaust du dir mal Videos von ihm am.
Er fährt eine Monopoly Strategie mit
Google
Alphabet
Microsoft
Moodies
SPGL
Mastercard
Booking Holdings (neu)
ASML (neu)
Equifax (neu)
duolingo (neu)
Intuit
@n_f costco habe ich vergessen :)
@portfolio_61602e Moin, danke für deine Nachricht. Der YouTuber wurde mir auch schon mehrfach vorgeschlagen, als ich auf der Suche nach Investoren-Interviews oder Analysen zu einigen meiner Aktien war.
Bisher habe ich mir nur eine Handvoll seiner Videos angesehen, aber ich schaue mal, ob ich bei ihm noch ein paar interessante Unternehmen entdecke.