Florian
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Gepostet in Portfolio Roasts

Roast

Finanzielle Ausgangslage & Vermögensstruktur

https://app.parqet.com/p/6a4c61fa58d9b6455e5e62e4

Alter: 33 Jahre

Wohnsituation: Eigentumswohnung schuldenfrei (aktueller Marktwert ca. 400.000 €)

Monatliche Sparrate: 2.500 €

Börsenerfahrung: 2 Jahre

Investment-Strategie & Ausrichtung

Mein Anlagehorizont ist langfristig ausgelegt. Ich verfolge eine klare Kern-Satelliten-Strategie, aufgeteilt in zwei Segmente:

90 % Buy & Hold: Fokus auf Wachstum, Dividendenwachstum und klassische Dividendenwerte.

10 % Swingtrading: Gelegentliche Trades mit einer Haltedauer von bis zu 12 Monaten zur Ausnutzung kurz- bis mittelfristiger Marktchancen.

Monatliche Allokation der Sparrate (2.500 €)

1. ETF-Basis & Fundament (28 % / 700 €)

500 € – S&P 500 ETF

100 € – STOXX Europe 600

100 € – MSCI India ETF

2. Strategische Basis-Investments (8 % / 200 €)

100 € – Berkshire Hathaway

100 € – Brookfield

3. Aktives Einzelaktien-Depot (64 % / 1.600 €)

1.000 € (40 %) – Wachstumswerte: Einzahlung in fundamental günstig bewertete Einzelaktien.

500 € (20 %) – Dividendenwerte: Einzahlung in Titel mit solider Dividende

Zielsetzung & Reinvestition

Cashflow-Aufbau: Sämtliche erhaltenen Dividenden werden direkt wieder in Dividendenwerte reinvestiert, um den Zinseszins-Effekt auf das passive Einkommen zu maximieren.

Risiko-Steuerung: Mit zunehmendem Vermögensaufbau soll das Portfolio schrittweise defensiver ausgerichtet werden, durch die immer höheren investitionen in Dividendenwerte.

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4 Kommentare

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ASCending
Investor
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Der Herfindahl-Hirschman-Index (HHI) für das analysierte Depot (parqet-xray.csv) beträgt: 0,0363 = Geringe Konzentration / Sehr hohe Diversifikation.

Das ist doch heute schon mehr als defensiv.

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Florian
Autor
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Danke, den kenne ich noch garnicht. Ich bin halt der Meinung das ich schon sehr Techlastig unterwegs bin ist auch gewollt.

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ASCending
Investor
Beta

@florian_mitterlechner
Du bist “jung”. Abbezahlte Wohnung, hohe Sparrate, was befürchtest du also?
Über 20 Jahre gesehen existiert kaum Risiko an der Börse (außer, dass der Taiwan-Krieg kommt).
“Techlastig” ist doch kein Fehler, auch wenn der Mainstream das anders sieht. Warum sollte man nicht die Sektoren kaufen, die besser verdienen als die anderen? Allerdings gibt es ja noch andere Wachstums-Sektoren, wie Stromnetze & Energie-Infrastruktur, Physische Rohstoffe & Industriemetalle, Spezial- & Industriegase / Reinstwasser, Verteidigung & Geopolitik. Da hat man ja schon einiges zu verteilen.

Ich hab nicht verstanden was der Unterschied zwischen swingtrade und den anderen ist. TSMC und Micron haben noch jahrelanges Potenzial während Novo Nordisk aus dem Trend gefallen ist. Wer swingt denn da?

Analysier deine Kennzahlen doch mal bei Kontor im 7-Tage-Proabo.

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ASCending
Investor
Beta

1. Was die Erfinder von Buy & Hold WIRKLICH meinten

Die akademischen und praktischen Begründer des passiven Investierens (wie John Bogle, Gründer von Vanguard, oder Burton Malkiel) meinten mit Buy & Hold niemals das sture Halten von Einzelaktien.

Ihr berühmter Leitsatz lautete: „Suche nicht nach der Nadel im Heuhaufen, sondern kaufe den ganzen Heuhaufen!“

  • Buy & Hold galt primär für breite Marktindizes (ETFs): Der Gedanke war, den gesamten Markt zu kaufen und ewig zu halten, weil Indizes sich automatisch selbst reinigen. Unternehmen, die schrumpfen oder insolvent gehen, verlieren an Marktkapitalisierung und fliegen aus dem Index, während die Gewinner automatisch höher gewichtet werden.

2. Warum die Bessembinder-Studie Buy & Hold auf Index-Ebene erklärt

Die Studie von Hendrik Bessembinder zeigt eine extreme Rendite-Asymmetrie am Aktienmarkt:

  1. Wenige Super-Gewinner treiben den Markt: Nur etwa 4 % aller Unternehmen sind historisch für den gesamten Netto-Vermögensaufbau des Aktienmarktes verantwortlich.
  2. Die Mehrheit verliert: Fast 60 % aller Aktien schaffen es langfristig nicht, ihren Wert zu halten oder die Geldentwertung auszugleichen.

Die Konsequenz für Buy & Hold:

  • Auf Einzelaktien-Ebene ist Buy & Hold verheerend: Wer eine Einzelaktie kauft und stur festhält, hat eine 60%ige statistische Wahrscheinlichkeit, auf ein sterbendes Unternehmen (Value Trap, Insolvenz, technologischer Abstieg wie Kodak oder Nokia) zu setzen.
  • Auf Index-Ebene funktioniert Buy & Hold mathematisch: Wer den gesamten Korb hält, erwischt die 4 % Super-Gewinner (wie Apple, Nvidia, Microsoft, Amazon) garantiert. Da deren Gewinne nach oben unbegrenzt skalieren (+1.000 %, +10.000 %), überkompensieren sie die Totalverluste der 60 % Verlierer (die maximal -100 % verlieren können) um ein Vielfaches.

3. Der verhaltensökonomische Denkfehler der Masse

Viele Privatanleger haben Buy & Hold falsch verstanden: Sie kaufen Einzelaktien von vermeintlichen Qualitätsunternehmen (z. B. altbekannte Industrie- oder Konsumriesen) und wenden darauf das Motto „kaufen und für immer liegen lassen“ an. Das ist statistisches Russisches Roulette, da man unregulierte Management- und Zukunftsrisiken eingeht.

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