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Rost my Portfolio
Gesamtportfolio:
https://app.parqet.com/v/v_01a0fc61dc117df098f0c6b31c988146
Traderepublic: https://app.parqet.com/p/6a2d3ea1a91ce215e18283ce
Scalable(DRIP):https://app.parqet.com/p/689f98a2bec00757359e4804
Mein Weg zum Investieren
Ich bin Mitte 30 und habe leider erst mit knapp 28 Jahren angefangen, mich intensiver mit den Themen Investieren und Vermögensaufbau zu beschäftigen. Zwischendurch hatte ich außerdem eine etwa zweijährige Pause, in der ich keine Einzahlungen vorgenommen habe.
Ich bin gelernter Steuerfachangestellter und habe knapp drei Jahre zusätzlich zu meiner Vollzeitstelle als Buchhalter gearbeitet. Nach einem Burnout, Depressionen und ungefähr einem Jahr Arbeitslosigkeit geht es mir mittlerweile glücklicherweise wieder deutlich besser. Ich treibe viel Sport und konzentriere mich aktuell auch auf meine berufliche Weiterentwicklung. Momentan absolviere ich eine Fortbildung zum Bilanzbuchhalter.
Von 2022 bis 2025 habe ich finanziell sehr konsequent durchgezogen. Anfang 2022 hatte ich ungefähr 5.000 € Ersparnisse. Durch meine Arbeit konnte ich in den folgenden Jahren einiges auf einem Tagesgeldkonto zurücklegen, das ich Anfang 2025 schließlich investiert habe.
Damals hatte ich das Gefühl, finanziell etwas aufholen zu müssen, weil ich in meinen 20ern relativ verschwenderisch gelebt hatte. Deshalb habe ich über mehrere Jahre sehr viel gearbeitet und versucht, möglichst viel Kapital aufzubauen.
Mittlerweile sind die Buchgewinne deutlich größer geworden und dadurch kann ich das Ganze etwas entspannter angehen. Beruflich möchte ich zukünftig nur noch einer Vollzeitstelle nachgehen und mir nicht mehr mehrere Jobs gleichzeitig aufladen.
Zusätzlich arbeite ich momentan an einem YouTube-Kanal. Mein Wunsch wäre, dass dieser langfristig eine zusätzliche Einnahmequelle wird und sich daraus vielleicht irgendwann etwas Größeres entwickelt.
Zu meinem Portfolio
Eine meiner größeren Positionen ist Nebius.
Ich war bereits vorher ein großer Yandex-Fan, weil Yandex meiner Meinung nach in vielen Bereichen seiner Zeit voraus war. Für mich war Yandex teilweise so etwas wie „Google vor Google“, „Uber vor Uber“ oder „Spotify vor Spotify“. Das Unternehmen hat im Laufe der Jahre sehr erfolgreich zahlreiche unterschiedliche Geschäftsfelder aufgebaut und bedient.
Besonders interessant finde ich die Geschichte rund um die Entstehung von Nebius. Der CEO hat 2022 gemeinsam mit seinem Team logistisch rund 1.000 Mitarbeiter aus Russland herausgebracht und anschließend das Russlandgeschäft verkauft.
Das Ganze ist meiner Meinung nach fast schon eine filmreife Geschichte. Es gab dabei auch keinen klassischen IPO. Aus Yandex entstand durch die Abspaltung beziehungsweise den Verkauf des Russlandgeschäfts letztlich das heutige Unternehmen Nebius.
Genau diese Kombination aus der Unternehmensgeschichte, dem Management und den langfristigen Wachstumsperspektiven finde ich sehr spannend.
Meine kleineren Positionen
Die kleineren Positionen baue ich momentan nach und nach über Sparpläne auf. Dabei investiere ich meistens zwischen 5 und 10 € pro Position.
Aktuell habe ich knapp 250 Unternehmen im Portfolio. Den größten Teil davon habe ich nach Kriterien wie Qualität und Stabilität ausgewählt. Ein paar Turnaround-Wetten sind allerdings ebenfalls dabei.
Mein Portfolio besteht fast ausschließlich aus Dividendenaktien. Die erhaltenen Dividenden werden wieder investiert und fließen dabei nicht in irgendwelche neuen Spekulationen, sondern grundsätzlich wieder in meine bestehenden Positionen.
Den Sparplan möchte ich zunächst bis Ende 2027 oder 2028 laufen lassen. Danach werde ich einige Positionen wahrscheinlich nicht mehr weiter besparen und andere entsprechend stärker gewichten.
Der gesamte Ansatz ist dabei klar auf Buy and Hold ausgelegt. Rund 90 % der Aktien hatte ich bereits teilweise jahrelang auf meiner Beobachtungsliste, bevor ich sie gekauft habe. Ich möchte also nicht ständig kaufen und verkaufen, sondern Unternehmen langfristig begleiten.
Für mich ist es beispielsweise vollkommen in Ordnung, irgendwann vielleicht nur 150 € in Coca-Cola investiert zu haben, wenn diese Position mir nach einigen Jahren regelmäßig beispielsweise 5 € Dividende pro Quartal einbringt. Solche kleinen Positionen können sich über viele Jahre zu einem schönen zusätzlichen Cashflow entwickeln.
Ab einem gewissen Punkt werde ich wahrscheinlich auch die DRIP-Funktion bei Scalable deaktivieren. Dann möchte ich die Dividenden nicht mehr automatisch reinvestieren, sondern selbst entscheiden, in welche meiner bestehenden Positionen das Geld fließt.
Warum ich meinen Ansatz verändert habe
Während meiner Arbeitslosigkeit habe ich relativ viel getradet, unter anderem mit Optionsscheinen. Das war allerdings sehr stressig und vor allem auch zeitintensiv.
Davon möchte ich mittlerweile bewusst weg. Ich habe gemerkt, dass ich langfristig einen Ansatz verfolgen möchte, der deutlich weniger Zeit und Aufmerksamkeit benötigt. Natürlich werde ich mein Portfolio auch in Zukunft regelmäßig überprüfen und beispielsweise einmal eine Woche intensiver analysieren, ob ich etwas verändern oder neu justieren möchte. Im Großen und Ganzen möchte ich aber deutlich weniger aktiv handeln.
Gleichzeitig reizt mich der Gedanke, nicht nur über ETFs indirekt an Unternehmen beteiligt zu sein, von denen die Weltwirtschaft abhängig ist, sondern diese Unternehmen teilweise auch direkt im Portfolio zu halten.
Wenn einzelne Unternehmen über die Jahre beispielsweise auf 0,5 bis 1 % meines Gesamtportfolios wachsen, sehe ich das als schöne zusätzliche Gewichtung neben meinen ETFs. Dabei interessiert mich insbesondere auch das Thema Dividendenwachstum. Ich finde es spannend, Unternehmen über viele Jahre zu begleiten und zu sehen, wie sich sowohl die Position als auch die Dividendenzahlungen entwickeln.
Letztendlich geht es mir darum, mir über viele Jahre ein breit diversifiziertes Portfolio aus qualitativ guten Unternehmen aufzubauen. Ich habe dabei keinen festen Zeitpunkt, an dem ich „fertig“ sein möchte.
Ich möchte das Portfolio kontinuierlich weiterentwickeln, Unternehmen langfristig begleiten und mir auf diese Weise über die Jahre einen zusätzlichen Cashflow aufbauen.
Für mich steht dabei mittlerweile weniger die kurzfristige Rendite im Vordergrund, sondern ein Ansatz, mit dem ich langfristig gut leben kann und der mir gleichzeitig möglichst wenig Stress und Zeitaufwand verursacht.
Seit 2025 habe auch regelmäßig einen Swingtrade-Ansatz verfolgt, was teilweise gut geklappt hat, aber auch zu relativ vielen Gebühren geführt hat.
Die nächsten Jahre wird mehr und mehr umgeschichtet und diversiviziert, per Sparplan weil ich bei den Aktien die ich möchte nicht das Tief timen kann.
Liebe Grüße
Glückwunsch zum glücklichen Händchen mit Nebius.
Da dein Portfolio Quasi nur aus einer Aktie besteht würde ich mindestens die Hälfte davon verkaufen (ja nicht geil wegen Steuern, aber Risiko muss verringert werden) und in Weltweiten ETF umschichten.