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Dividendenportfolio für den Ruhestand

Hallo zusammen,

es handelt sich hierbei nicht um mein persönliches Portfolio, sondern es ist das Portfolio eines Familienmitgliedes, das vor kurzen in den Ruhestand gegangen ist und das ich de fakto neben meinem Hauptportfolio verwalte da die Person selber von Finanzen nicht so viel Ahnung hat. Es ist primär dazu gedacht, Einkünfte neben den Ruhestandsbezügen zu generieren, aber auch um in vielleicht 15 oder 20 Jahren (oder hoffentlich nie) Pflegekosten auszugleichen und später an die nachfolgende Generation weitergegeben zu werden. Wir haben die Pflegesituation gerade erst mit einem anderen Familienmitglied und mir graut es mittlerweile davor, wie viele Menschen im Alter ihr Vermögen verlieren, weil dieses System vollkommen aus dem Ruder gelaufen ist.

Die Ausrichtung ist daher auf Dividenden und stetiges Wachstum. Es ist Teil einer größeren Familienstrategie (ich habe das vor einigen Jahren mal zentralisiert) und bildet langfristig die “einkommensgenerierende Komponente” am Kapitalmarkt ab. Es müssen aber nicht nur reine Dividendentitel enthalten sein, da ich trotzdem natürlich gerne mit der Marktrendite gehen möchte. Es sind auch ETFs enthalten, ich möchte den thesaurierenden Anteil aber langfristig nicht über 25% ansteigen lassen. Dafür gibt es andere Portfolios.

Aktuell ist die Person nicht auf das Geld angewiesen, sondern möchte vielleicht ein, zwei Mal im Jahr von den ersten Dividendeneingängen Urlaub machen. Alternativ kommt jedes Jahr eine neue Position hinzu.

Das Portfolio ist aus zwei Eingangszahlungen Anfang letzten Jahres und Anfang diesen Jahres entstanden (ca. 60k und 50k), welche die Person über Jahrzehnte angespart hat und bis dato in sicheren Fonds verwahrt hatte. Die zusätzlichen 50k dieses Jahr waren so nicht vorgesehen, deswegen plane ich gerade ein wenig um. Ursprünglich sollten die Einzelinvestments aus jeweils 2k bestehen. Ich ändere das nun auf schrittweise 3k. Es sind aktuell noch 30k übrig und ich überlege nun, wo sinnvoll wäre noch Schwerpunkte zu setzen. Hier erst einmal der Link zum Portfolio:

https://app.parqet.com/p/63e6835f9570118e5183b6bd

  • Ich hatte erst überlegt, ein oder zwei Dividenden-ETFs mit hinzuzunehmen. Da in den kommenden gut zehn Jahren aber noch keine Gewinne entnommen werden müssen, erscheint mir das aber nicht so sinnvoll. Hinzu kommt, dass ich zumindest das Gefühl habe, dass ich mit Einzeltitel die Zahlungen und die Dividendenentwicklung besser steuern kann.
  • Ich bin nicht ganz sicher, welchen Sektor bzw. welche Unternehmen ich noch hinzu nehmen soll. Ich tendiere zum Gesundheitssektor (United Health bspw.) und es fehlt irgendwie noch der klassische Industriesektor. Aber entweder liegend die Unternehmen mit sehr unsicheren Aussichten am Boden (3M, Thyssen) oder sind stark überbewertet (Illinois Toolworks). Ich würde hier noch warten, wie sich das entwickelt. Linde (Chemie) würde ich bspw. auch gerne kaufen, oder vielleicht auch alternativ Brenntag.
  • Evtl. doch noch mehr Wachstums bzw. Tech-Aktien aufnehmen, wenn diese ein wenig nachlassen?
  • Eine Aktie die ein wenig aus der Reihe fällt, ist die Canadian National Railway Company. Das wäre mal etwas, was man nicht so häufig sieht und das Unternehmen scheint sehr solide. Grundsätzlich würde ich gerne Nord Amerika noch ein wenig stärker gewichten.
  • Was ich ganz gerne akut kaufen möchte wäre ein Immobilienunternehmen wie Realty Income, da der Sektor aktuell recht günstig ist. Den Deutschen Markt habe ich schon abgedeckt. Realty Income erscheint mir eine gute Wahl, da das Unternehmenneben US auch in UK investiert. Was mir aber gerade ebenfalls attraktiv erscheint ist Prologis (US74340W1036). Hat wer eine Meinung dazu?

Die Verkäufe im Depot sind Anfang des Jahres aufgrund der Restrukturierung erfolgt.

vielen dank schon einmal für den kommenden Input!

Flip

22 Kommentare

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zero
Investor

Schönes Portfolio. Ein paar Gedanken zu deinen Fragen:

* Deine Gründe, warum du lieber einzelne Dividendentitel nimmst als ETFs mit Dividendenfokus sehe ich auch so, bleib ruhig dabei.

* Bei Gesundheit evtl mal CVS anschauen? Ich glaube, die sind aktuell immernoch deutlich günstiger als UnitedHealth.

* In der Industrie hatte Caterpillar diese Woche einen schönen Rücksetzer. Finde ich ein tolles Unternehmen in dem Bereich, war aber in den letzten Monaten recht teuer. Vielleicht wär das ja was für dich.

* CN Rail hat zwar meines Wissens einen guten Ruf als Investment, aber bist du dir sicher, dass du dir auch noch kanadische Quellensteuer antun willst? Du hast ja eh schon einige Aktien aus Ländern, wo das nicht einfach mit der deutschen Steuer verrechnet wird. Gibt auch einige gute Bahnunternehmen aus den USA.

* Bei Immobilien setze ich derzeit voll auf Realty Income. Die wirtschaften sehr gut mit ihrem Fremdkapital und werden die Hochzinsphase auch überleben, wenn sie noch ein paar Jahre dauert und andere REITs Probleme bekommen. Der aktuelle Kurs ist ein Schnäppchen. Sind ja auch nicht nur in US/UK investiert, sondern haben z.B. ein paar Filialen von einer Sportartikel-Kette in Deutschland. Ich hab mich allerdings nie mit Prologis beschäftigt, vielleicht haben die ja auch ihre Vorzüge.

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Wurstsuppe
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Zur Absicherung der Risiken des Lebensalters würde ich folgendes tun:

  • die bestehenden Thesaurierer in Ausschütter umwandeln, auch wenn vieles Unkenrufe sein mögen, aber die derzeitige Bewertung von US-Techunternehmen im Billionenbereich ist nicht gesund, vieles davon geht auf Wetten in die Zukunft zurück, obwohl die alten Wetten (autonomes Fahren) bisher auch nicht eingelöst wurden. Eine Marktbereinigung nach unten würde ich - ohne Zeitangabe - nicht ausschließen. Das Zeitfenster für die Regeneration der Weltwirtschaft ist, wenn man sich den MSCI-Index anschaut, ca. 5-10 Jahre, was dann aber finanziell blöd wäre, so denn ein Notfall eintritt.
  • nicht weiter zusätzlich in Einzelaktien investieren, außer: Versorger, Bergbau und Grundstoffe und vielleicht den REIT, wenn er hauptsächlich auf Gewerbeflächen, aber nicht Büroflächen ausgerichtet ist, die 3 Gruppen zahlen zumindest bisher gute Divis und sie sind vor allem grundsätzlich lebensnotwendig (=zukunftsfest)
  • ich würde vorhandenes Geld jetzt in ausschüttende verschieden thematisch ausgerichtete Staatsanleihen-ETF umschichten (eventuell auch einige Aktien/ETF mit auflösen) und diese auch fortan besparen (so lange das halt noch möglich ist)

    • nicht gehegded, weil dabei Kosten entstehen
    • vorwiegend in Euro gehandelt, um das Währungsrisiko zu minimieren
    • aber auch in Dollar gehandelte EM mit reinnehmen, trotz Währungsrisiko, weil hoher Yield
    • eventuell auch einen Weltindustrieländer-Anleihen-ETF, mit nicht zu hohem USA-Anteil
    • Falls Unternehmensanleihen, dann nur kurze Laufzeiten und in Euro gehandelt

Sowie sinnvolle High Dividend ETF im Portfolio, vor allem wenn Ausschüttungen sein sollen.

Das wäre meine Altersstrategie, die ich spätestens mit Ende 50 konsequent umsetzen würde unter den von dir genannten Konditionen: Erhalt des Vermögens, aber Ausschüttungen zur Risikoabsicherung bzw -finanzierung.

Die tatsächlichen Lebens-, Gesundheits- und Vermögensumstände kannst nur du am besten einschätzen.

Vielleicht ist hier ja ein cooler Impuls für dich dabei,

hf

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Wurstsuppe
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@marian “Ich gehe davon aus, dass die langfristigen MSCI-World Investments die kommenden 10-15 Jahr nicht angetastet werden müssen.” → Schlaganfall mit starken körperlichen Folgen, habe einige ältere Kollegen? (ich wills nicht heraufbeschwören)

Generell sollte jetzt beim Renteneintritt Risikominimierung und Vermögenserhalt im Mittelpunkt stehen.

Alles was hohe Kursrenditen verspricht ist Risiko. (im Grunde sind auch hohe Dividenden nicht erwartbar, siehe Bayer)

Auf jeden Fall würde ich Tencent verkaufen und auch keine neuen Chinesischen/Taiwanesischen Aktien mehr aufnehmen, sonst kann es euch worstcase wie den Leuten gehen, die noch russische (ADR) Aktien im Portfolio haben, mit quasi fast vollständigen Wertverlust und unklarer Genesungsaussicht.

Bei deiner Prognose zur Verdopplung oder Verdreifachung der Aktienkurse wäre ich vorsichtig. Der aktuelle Bullenmarkt war die letzten Jahre schön, aber weltpolitisch geschieht gerade sehr viel, was insbesondere den Zugriff dieser Unternhemen auf den Weltmarkt erheblich einschränken kann (Nato-Sphäre vs. BRICS-Sphäre), was langsam auf eine Zwei-Dreiteilung der Welt, wie zu zeiten des Kalten Krieges herausläuft.

Zu den Anleihen: Warum?

Für mich sind sie vor allem Stabilitätsanker, aktuell bei mir noch mit niedrigen %-Wert, aber ich habe ja noch ein paar Jährchen. Ich erwarte von Ihnen keine Kursrendite, aber ich bekomme 2 Dinge, je nach Risiko Auszahlungen (vor allem die EM-ETF) und vor allem Stabilität der Kurse, Stichwort Vermögenserhalt. Die meisten Staaten halte ich ersteinmal für gute rückzahlungsfähige Gläubiger (Ausnahmen vielleicht Argentinien und USA -_-)

Aktuell bin ich in 4 Staatsanleihen-ETF drin und werde mir noch Anteile an einem kurzläufigen Unternehmenanleihen-ETF holen. Sollen alle die kommenden Jahre langsam ausgebaut werden und zwischen 10-20 Prozent meines Portfolios ausmachen, deutliche % Erhöhung erst Ende der 50er. Generell je höher der Yield, desto höher das Risiko. (Die Auswahl war auch ein wenig von der Verfügbarkeit bei meinem Broker abhängig.) Davon sind meine “eigene Auswahl/Empfehlungen” geprägt (ob ich damit in 20 Jahren gut gelaufen sein werde, dass weiß nur meine Glaskugel.) Gibt sicherlich bessere, auch könnte man bestimmt jeweils einen EURO/EM rausnehmen. Hier die Inspiration für dich:

Eurozone

Amundi Prime Euro Govies UCITS ETF DR (D) | A2PBLP | LU1931975152Xtrackers iBoxx Sovereigns Eurozone Yield Plus UCITS ETF 1D | DBX0N8 | LU0962071741

EM

Xtrackers USD Emerging Markets Bond UCITS ETF 2D | DBX0MB | LU0677077884Vanguard USD Emerging Markets Government Bond UCITS ETF Distributing | A143JQ | IE00BZ163L38

Unternehmen

Xtrackers iBoxx EUR High Yield Bond 1-3 Swap UCITS ETF 1D | DBX0PP | LU1109939865

Generell würden mich auch die Meinungen von Leuten, die selbst Anleihen beimischen, interessieren. Kann man die Auswahl so machen oder habe ich irgendwo gravierende Denkfehler drin? Die beiden EM und Eurozone haben jeweils unterschiedliche Länderschwerpunkte.

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Wurstsuppe
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Schau dir mal diese beiden ETF als grundsätzliche thematische ETF für Developed World (alternativ auch der Vorschlag von MATT über mir) und EM an, haben beide bisher ein gutes Wachstum.

VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF | A2JAHJ | NL0011683594WisdomTree Emerging Markets Equity Income UCITS ETF | A12HUR | IE00BQQ3Q067

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zero
Investor

@wurstsuppe Als Stabilitätsanker im Portfolio halte ich nur Euro-Anleihen von sehr sicheren Herausgebern und dementsprechend geringer Verzinsung für sinnvoll, d.h. von denen die du empfohlen hast nur den Amundi Govies, und um auf Unternehmen zu diversivizieren kein High Yield Produkt, sondern z.B. den analogen Amundi Corporates. Ich hab die entsprechenden ETFs aus der iShares Core Serie, aber die sind etwas teurer, inzwischen würd ich vielleicht auch Amundi Prime nehmen.

Ich hatte auch mal je einen Emerging Markets Bond und einen High Yield Bond ETF ins Portfolio genommen, aber mittlerweile wieder ausgemistet und das Geld stattdessen in den EM Aktien ETF verschoben. Die Rendite ist ja schön und gut, aber dafür hat der Kram auch ein Risikoprofil, das eher in Richtung Aktien geht. Da hab ich zwischen dem Stabilitäts-Teil und dem Aktienteil vom Portfolio dann doch keine echte Bereicherung drin gesehen.

Davon abgesehen geb ich dir aber durchaus Recht, für die Ziele des Portfolios wären eigentlich jeweils ein ausschüttender Welt-ETF und Anleihen-ETF als größte Positionen naheliegender.

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flip
Autor
Investor
Terminal
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Hi @wurstsuppe ,

danke für die Ausführungen. Ich sehe das mit den Tech-Werten ähnlich. Ich plane eventuell in diesen Sektor um naher Zukunft noch umzuschichten, wenn diese Korrektur erfolgt hat. Ich gehe davon aus, dass die langfristigen MSCI-World Investments die kommenden 10-15 Jahr nicht angetastet werden müssen. Der Tipp mit den Büroflächen ist sehr wichtig, danke - das hatte ich so noch nicht auf dem Schirm. Der Emerging Market Ausschütter sieht sehr interessant hast. Evtl. werde ich den sogar einfach gegen den MSCI EM tauschen. Auch gefällt mir das Ländersplitting, da ich diese Teile der Welt noch nicht so abdecke. Leider ist das Volumen noch sehr klein, aber ich gehe davon aus, dass er schnell wachsen wird. Das Angebot scheint doch recht einmalig zu sein. Den Morningstar hab ich bereits auf dem Radar.

Bei Anleihen bin ich vorsichtig. Ich stimme dir zu, wenn das Portfolio den Großteil der Alterseinkünfte ausmachen wird. Das wird hier aber vermutlich nicht passieren. Ich habe die Dividendentitel so gewählt, dass sie sich in den Kommenden zehn, fünfzehn Jahren mindestens verdoppelt bis verdreifachen sollten und die Aktienkurse mich erstmal nicht weiter interessieren. Da wäre dann eher die Frage, warum ich dann anleihen noch brauchen würde. Ich gehe ehrlich gesagt langfristig von maximal 3-4% Zinsen aus (US/EU) und sehe die Erträge von Anleihen daher skeptisch in Konkurrenz zu Dividenden. Hast du denn deine Empfehlung für einen ETF?

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Wurstsuppe
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@zero Ich dank dir für den Input, da sind einige Aspekte dabei über die ich am Rande kurz nachgedacht hatte (den Govies als größten (50%) der Staatsanleihen-ETF und keine Unternehmensanleihen) und die jetzt von dir ausgesprochen, noch mal die Denkprozesse zurückholen. Ich dachte , ich hätte die Entscheidung abgeschlossen ;)

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Das_Lama
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Danke für die ausführliche Erläuterung. Mir gefällt das Portfolio sehr gut. 2 Cent zum Thema Gesundheitssektor: ich bin zuletzt dazu übergegangen, den Sektor über einen ETF und eine Johnson & Johnson-Position abzubilden (der ETF hat einen ESG-Filter und schließt J&J aus, ich möchte die Aktie aber dabeihaben). Ich gehe zwar davon aus, dass du mit United Health nichts falsch machst, aber da es sich im Kern um einen Versicherer und Gesundheitsdienstleister handelt, lässt du den kompletten Pharmabereich außen vor. Im Pharmabereich wiederum traue ich mir keine Prognose zu, welches Unternehmen den heißen Sch***ß des kommenden Jahrzehnts in der Pipeline hat, weswegen der Sektor in meinen Augen für ein ETF-Investems geradezu prädestiniert ist.

Im Industriesektor tue ich mich auch schwer und habe noch kein Unternehmen gefunden, das mich wirklich überzeugt. Zuletzt hatte ich Siemens und die von dir genannte Linde im Blick, konnte mich aber noch nicht durchringen. Caterpillar und Deere (sofern man das als Industrie sehen möchte) habe ich auch auf dem Zettel, ganz glücklich machen die mich aber auch nicht.

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flip
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Hi @das_lama ,

na, da haben wir ja ähnliche Ansichten. Ja, das mit dem Gesundheitssektor stimmt. Da gibt es nur noch so wirklich ausschüttende ETFs und das wäre mir da wichtig. Vor dem Hintergrund habe ich auch BB Biotech gewählt, da ich hoffe, dass die Beteiligungsgesellschaft mehr Ahnung hat als ich. 😁 Diese Disziplin ist ja ziemlich speziell. Der Vorteil ist aktuell, dass der Pharmasektor recht günstig ist, daher müsste auch jetzt noch ein Kauf folgen. Eine Versicherungsaktie wäre eigentlich noch eine Ideale Ergänzung, daher kam ich auf US Health. Gäbe es noch anderen dividendenstarke Einzeltitel? Oben wurde CVS Health genannt. Die Aktie hat aber irgendwie nur ein sehr niedriges langfristiges Wachstum und dafür sind die Ausschüttungen zu niedrig. Ich halte das im Gesundheitssektor generell für ein Problem.

Deere ist für mich irgendwie eine gehypte Youtube-Aktie, sorry dass ich da so direkt bin. Ich kenne das Unternehmen und den Sektor schon lange und die Innovationstätigkeit ist eigentlich dort stetig vorangeschritten. Dass das langfristig so weitergeht glaube ich ehrlich gesagt nicht. Deere wird einfach so weitermachen wie bisher und der Markt gleicht sich irgendwann mal an. Grundsätzlich fehlt der “technische Agrarbereich” natürlich aktuell. Ich wüsste aber auch keine wirkliche Alternative.

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Das_Lama
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@marian 😀 ja, da ticken wir dann tatsächlich ähnlich. BB Biotech steht seit gefühlt immer auf meiner Watchlist. Aber ich “darf” im Moment leider keine Einzeltitel mehr kaufen, das ist mir ein bisschen aus dem Ruder gelaufen im Vergleich zu den ETF-Investments.

Hinsichtlich der Versicherungen: Wenn es um “Versicherung an sich” geht, würde ich mir als erstes immer die Münchener Rück und die Talanx anschauen, weil man da Erst- und Rückversicherungsgeschäft in einem hat. Sind allerdings auch beide sehr stark gelaufen in der letzten Zeit.

Wenn der Fokus stärker auf den USA liegen soll, kommt aus meiner Sicht noch Aflac in Betracht. Da steigt man je nach Kaufkurs mit 2 bis 2,5 % Dividendenrendite ein, und wenn ich den Röhl´schen Listen Glauben schenken darf, gibts dazu ein langjähriges Dividendenwachstum von ca. 15 % p. a.

Nachtrag noch zu United Helath: das ist nach meiner Kenntnis eine der wenigen Aktien, die inklusive Dividenden noch nie eine negative Jahresrendite hatte, so meine ich es bei echtgeld TV gesehen zu haben. Dieses Premium zahlt man allerdings auch. Das KGV liegt häufig so um die 20, während andere Versicherer gerne mal zwischen 9 und 11 liegen.

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Das_Lama
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Noch ein Nachtrag zum Thema Gesundheitssektor von mir: Beim Aktienfinder gibts eine aktuelle Besprechung der CVS-Aktie:

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@das_lama Jo, schon geshen. CVS Health ist aber irgendwie langfristig nicht attraktiv. Ich habe jetzt erstmal Reality Income, Linde und Nextera Energy gekauft.

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Matt
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Deine Strategie kann ich grundsätzlich nachvollziehen, dein Handeln bzw. Auswahl nicht ganz.

  1. Die größten Sektoren sind Basisgüter, Info-technik und Grundstoffe…eig. ganz solide, ggf. mehr ausgleichen. Ich würde eher bei Versorgungsunternehmen, Immobilien (Realty Income, Omega HC,…) und Kommunikationsdienste (Dt. Telekom,…) nicht investieren. Hier gibt es einige altbekannte Dividendenaktien.
  1. Ungünstige Quellensteuer: Hast du dies beachtet?

TotalEnergies SE, Pernod Ricard —> Wie machst du das mit der franz. Quellensteuer? Ggf. wird hier mehr abgezogen als man denkt.

Nestle, Garmin, BB Biotech —> Auch hier ist eine Rückerstattung der Quellensteuer mittels Formular nötig (soweit ich informiert bin)

Canadian National Railway —> Bitte prüfen wie es bei Kanada und Quellensteuer ist.

Tencent, Vonovia, Amazon…sehr niedrige bis gar keine Dividende

  1. Warum den MSCI World Momentum Factor, MSCI World Momentum Factor und Automation & Robotics-ETF? Warum nicht als dist, sondern acc? So bist du später gezwungen Anteile zu verkaufen oder ganz den ETF zu verkaufen und auf die Acc-Variante zu wechseln. Beides ist Arbeit und kostet ggf. ordentlich Steuern. Ich würde hier MSCI World, MSCI EM und einen Div-ETF (FTSE All World High Dividend) nehmen.
  2. Ein Dividendenportfolio baut sich über Jahre auf. Ab und an sind eine Branche oder bestimmte Unternehmen unsexy, sodass man hier unterbewertete Aktien finden kann. Wenn du dieses Jahr gleich alles kaufen willst, musst du manche Aktien teuer kaufen, ergo mit niedriger Dividendenrendite.
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Hi @matt_b19320 , danke für deinen Kommentar.

Du hast mit den Französischen Aktion recht. Evtl. werden ich Pernod noch durch Pepsi ersetzen? Oder was wäre ein anderer Kandidat? Für mich ist das eher eine Luxusbrand. Bei Total bin ich mir noch nicht sicher. Ich habe noch Shell in einem anderen Depot und würde gerne auch diesen Sektor etwas stärker diversifizieren. Was die anderen Länder angeht sollte es mit der Quellensteuer machbar sein. Vor allem die Schweiz ist da sehr einfach handhabbar.

Die Wachstumstitel dafür da um Wachstum zu generieren, ja. Es sollen nicht nur zu 100% Dividendentitel enthalten sein. Sei es, weil das Vermögen vererbt wird oder aber weil mit dem größeren Summe noch eine Wohnung für altersgerechtes Wohnen finanziert werden muss. Die dann später auch vererbt wird. Die Dividenden sind nur eine Einkommensergänzung, kein Ersatz.

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Matt
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@marian Du bestätigst meinen Verdacht. ;-)

Es hat (mir) noch nie geholfen einen Sektor zu wählen und dort Aktien zu kaufen, nur dass man in dem Sektor investiert ist. Meist kauft man dann zu teuer oder einfach schlecht, weil man nicht objektiv analysiert.

Wachstumswerten ohne Dividende passen nicht zu deiner ursprünglichen Strategie. Nun sollen sie doch rein.

Mein Vorschlag: Strategie überdenken. Vor allem in Hinblick auf dein Ziel.

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flip
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@matt_b19320 Ich verstehe irgendwie nicht, was du sagen willst. Natürlich wähle ich die Einzeltitel so, dass das Gesamtportfolio auch diversifiziert ist. Und langfristig werden das dann zwei oder drei Titel sein, die sich auch in die anderen Sektoren überschneiden. Also Ich gehe davon aus, dass ich ca. langfristig 30-35 Dividendentitel halten werde.

Das Portfolio setzt ja nicht zu 100% auf Dividenden, sondern zu ca. ¾. Es kann sein, dass noch größere Anschaffungen in der Zukunft die durch die ETFs abgefedert werden müssen. Ich würde daher gerne die ein oder andere Wachstumsaktie und die Thesaurierer so lassen, da die Dividenden in den kommenden ca. 10 Jahren nicht gebraucht werden. Und in dem Fall sind doch Wachstumsaktien auch besser?

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Matt
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@marian Es liest sich alles so: Eine Suppe mit vielen Zustanden (ETF, Aktien, verschiedene Strategien,…). Ich würde das überarbeiten.

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Seb

Was ich nicht verstehe und wofür ich kein Verständnis habe:
Du sagst Du verwaltest das Portfolio für deinen Bekannten, ich sehe dort 24 Einzeltitel. Wenn das keine Spiegelung von deinem Portfolio ist, dann musst Du doch den ganzen lieben langen Tag nur Analysen machen.
Gerade bei “fremdem” Geld ist doch der ETF das Werkzeug schlechthin, guck dir die ETF Performance an, die schlägt alle bis auf 4-5 Titel und haben NULL Arbeit gemacht.

Ich habe z.B. 13 Holdings. 5 ETFs und 8 Aktien, wobei 2 davon Ausgründungen sind.

Nichtsdestotrotz spricht der IZF für dich! :-)

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flip
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Investor
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@sebastian_de_boer Danke für den Kommentar. Es ist nicht ein Bekannter sondern Familie und das Geld ist nicht nur von der Person selber. Es gibt ein weiteres Portfolio, welches sehr ETF-lastig ist, daher kann man dieses Portfolio nicht als alleinstehend sehen. Das aktuelle Plan ist, die letzten 20k in Dividenden-ETFs zu stecken und evtl noch Pernod auszutauschen, wenn der Markt ein wenig herunter kommt. Sollte das über den Sommer nicht passieren, werde ich schrittweise in den SPDR US Dividend Aristocrats investieren.

Alle Titel sind so ausgewählt, dass man sich nicht kontinuierlich damit beschäftigen muss, auch wenn ich das in den anderen Portfolien tue. Es geht mir eher darum, die volatilität gegenüber dem Marktindex niedriger zu halten, aber gleichzeitig auch Wachstum zu erzeugen. Dazu tracke ich auch die Volatilität gegenüber dem MSCI ALL World.

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Anton

Hey, Ich hätt´ tatsächlich einen kleinen Tipp 🧐

du kannst dir mal Anleihen ETF´s (wie zum Beispiel der hier: IE00BZ163K21) anschauen, wenn du mehr diversifizieren möchtest.

Aktien mit einem “Growth”- ansatz wären z. B. noch Visa, Mastercard, Microsoft, S&P Global oder Moody´s. Sind super Unternehmen mit einer Monopolstellung oder mit großem Marktanteil. Außerdem haben diese potenzial zum marktschlagen.

Schönes Portfolio

LG 👍

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Anton

PS: Ein empfehlenswertes Immobilienunternehmen mit guten Fundamentaldaten wäre VICI, halte ich selber im Portfolio.

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