Paddy

Gepostet in Portfolio Roasts

High Dividend Depot vs. The Grill

Hallo liebe Community,

gerne würde ich eure Kommentare zu meinem Dividendendepot hören. Aktuell verfolge ich folgende Strategie:

  • Dividenden ETF oder Einzeltitel mit ca. 3 % Div. Rendite zur Diversifizierung und Sicherheit
  • High-Dividend Positionen in BDC und REITs mit mind. 7%
  • Zieldividendenrendite bei 5% p.A.
  • Sparrate pro Monat ca. 3.000 bis 3.500 Euro

Ich kaufe pro Monat 2 Positionen zu jeweils gleichen Anteilen, um meine Zieldividende zu erreichen.

Meine Vorgaben konnte ich gut erreichen und sogar einige Kursgewinne mitnehmen. Leider bin ich mit den letzten Investments direkt mal ins Minus gerutscht, so dass ich aktuell knapp hinter dem MSCI World liege.

Was denkt ihr? Fokussierte Strategie? Welche Titel gerade im High-Dividend Bereich stehen auf eurer Watchlist?

Danke für eure Meinung.

11 Kommentare

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Parqet Nutzer
Plus

Hallo Paddy,

wenn dies deine Strategie ist, will ich da nicht viel reinreden. Die Performance zeigt ganz klar, dass dein Depot ca. 33% schlechter abgeschnitten hat, als der MSCI World. Da würden sich mir die Fragen stellen: Habe ich diese 33% durch die Dividenden auffangen können? Benötige ich die Dividenden aktuell, um Rechnungen zu begleichen, mein Gehalt aufzubessern oder weil ich mir Wünsche damit erfüllen möchte?

Falls nein, würde ich nochmal die Strategie überdenken.
Ich lege auch viel Wert auf einen stetigen Dividendenfluss bei meiner Strategie, bin jedoch Wachstumsbranchen/-aktien gegenüber nicht abgeneigt. Mein Focus liegt auf REITs (aktuell ca. 33% des Depotwertes) von denen ich denke, dass sie zukunftsfähig sind. Einige REITs befinden sich noch auf meiner Watchlist. Jedoch sind für mich Wachstum und Dividendenwachstum auch sehr wichtig. Vielleicht sind in meinem Depot ja ein paar Werte, die dich ansprechen? Schau einfach mal rein.

Ich verurteile keine Strategie und gebe immer lediglich Denkanstöße / andere Sichtweisen.

Grüße

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Paddy
Autor

@jimmy Danke für deine Meinung. Ja das mein Portfolio aktuell hinter dem Benchmark liegt macht mir zu denken, wobei ich grundsätzlich ein Fan der Ausrichtung bin. Wobei ich das denke ich noch beobachten muss. Die Einmalinvestionen in Omega Health und Unilever haben die Perfomance ganz schön vermiest. Bis dahin lief es eigentlich gut mit dem Benchmark. Die Dividenden fließen aktuell zu 100% in die Wiederanlage beim Kauf im nächsten Monat. Persönlich bin ich ein großer Fan von REITS und mit Realty Income, STAG, Digital Realty, Omega Health und WP Carey besteht mein Portfolio aktuell zu 42% aus REITs. Vieleicht sollte ich mich gedanklich auch mehr für Wachstumsaktien öffnen und nicht nur nach der Div.Rendite gehen. Danke für dein Portfolio mit REITs. Es sind viele dabei, welche ich noch gar nicht kenne. Ich schau es mir mal genauer an. Findest du nicht, wenn ich in noch mehr REITs investiere wird es zu REIT / USA lastig? Persönlich hab ich aktuell 2 Gedanken. Investition in Halbleiteraktien mit zukünftigen Dividenden z.B. Broadcom, Qualcomm. AbbVie steht tatsächlich auf meiner Watchlist. Als zweites überleg ich eine zweite Pos. in den Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield UCITS ETF Distributing aufzubauen. Was denkst du darüber?

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Parqet Nutzer
Plus

@patrick_s

Die Frage ist immer, welche REITs man wählt. Digital Realty, Equinix, American Tower, Crown Castle, Innovative Industrial Properties, Vici z. B. haben neben dem Dividendenwachstum auch eine durchaus passable Performance abgeliefert. Da sollte man fast durchgängig aber aufgrund der höheren Bewertungen lieber mit Sparplänen reingehen. Mit diesen REITs ist man durchaus technisch unterwegs bzw. in zukunftsfähigen Sektoren. Hier, denke ich wäre die REIT-Lastigkeit des Depots vernachlässigbar.
Für die Halbleiterbranche habe ich den iShares Semiconductor ETF auf der Watchlist, der ab Anfang des nächsten Jahres in mein Depot wandert. Bei den Halbleitern weiß ich nicht, welche Unternehmen sich in Zukunft durchsetzen werden. Deshalb wähle ich hier den ETF, um das Wachstum mitzunehmen. Gleiches gilt bei Cyber Security. Somit habe ich viele zukunftsfähige Wachstumsaktien im Depot als Branchenwette. Zudem wandert dann noch ein S&P 500 ETF ins Depot. Dieser ETF und der iShares EM IMI ETF sollen beide in der ausschütten den Variante den Kern (ca. 50% des Portfolios ) bilden. Also eine Core-Sattelite-Strategie.

Grüße

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Sven
Plus

Hallo Paddy, ich verfolge eine ganz ähnliche Strategie wie Du, versuche allerdings eine maximale Diversifizierung OHNE ETFs zu erreichen und (Dividenden-) Wachstumswerte beizumischen. Außerdem versuche ich den USA und EURO Anteil jeweils nicht über 40% kommen zu lassen. (Nicht durch EM, sondern durch Werte weiterer, entwickelter Länder - Russland, Kanada, Japan, Australien, Norwegen, Schweiz).

Einige Deiner Werte habe ich auch im Portfolio. Ich würde noch mehr Aristokraten und Dividenden-Wachstumswerte mit rein nehmen um die Hochrisiko BDC und REIT Werte abzusichern.

Die Performancekritik ist nicht von der Hand zu weisen, aber ich nehme das ebenfalls in Kauf, weil mein Ziel ein quasi ewiges Buy and Hold (auch über meinen Tod hinaus) ist und ich den Rückfluss eben nicht durch „entsparen“ sondern durch monatlich 4stelligen Dividendenrückfluss darstellen möchte.

Was bringt mir die tollste Performance, wenn ich meine Substanz durch Verkäufe anfassen muss, um davon zu partizipieren?

LG Sven

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Parqet Nutzer
Plus

@sven_bambey Was bringt mir die tollste Performance, wenn ich meine Substanz durch Verkäufe anfassen muss, um davon zu partizipieren?

Vermutlich eine höhere Performance in der Ansparphase. 😊 Zudem noch eine höhere Performance in der Entsparphase, wenn man die meisten Wachstumswerte mit Dividendenwerten vergleicht. Eure Strategie hat lediglich einen psychologischen Aspekt, nämlich, dass man nichts verkauft.
Ich fahre aber eine ähnliche Strategie, bin aber Wachstumswerten/-ETFs grundsätzlich nicht abgeneigt. 😊

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Sven
Plus

@jimmy  
Ja und nein:

  1. ) Wenn man längerfristig schaut, dann sind Dividendenaktien nicht so schlecht, wie ihr Ruf zur Zeit
  2. ) Ich glaube, dass diese Unternehmen i. d. R. Krisensicherer, da arrivierter sind
  3. ) Die Dynamik der Dividende auf lange Sicht wird oft unterschätzt und außen vor gelassen - ich nehme mal Nestle als Bsp - vor 25 Jahren:
    Kurs am 31.12.1996 14,97CHF und 0,30 CHF Dividende (macht läppische 2% Dividendenrendite) - jetzt haben wir aber klassisch Buy & Hold gemacht und schauen uns die Rendite mal jetzt an:
    Kurs am 31.12.2020 104,26CHF und 2,75 CHF Dividende (aktuell 2,63% - auch nicht die Welt) - aber im Vergleich zum Ursprungsinvest (2,75 CHF Dividende zu 14,97 CHF Kaufwert) liegen wir hier aktuell bei 18,37% p. a. und das steigend und nahezu garantiert. Das würde bei Coca Cola, McDonalds, 3M, Pepsi, etc. nicht anders aussehen...
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Daniel

Die Geister scheiden sich bei Dividenden Titeln bei denen der Wachstum nicht wirklich mehr vorhanden ist. Dividenden an sich sehen immer toll aus aber Rendite mäßig hat man von Wachstumstiteln mehr, sogar wenn diese überhaupt keine Dividende ausschütten. Schau dir mal zum Spaß Werte an wie zum Beispiel: Wal-Mart, Deutsche Post, Starbucks und LVMH. Diese Werte haben ein relativ gutes Wachstum und dennoch eine akzeptable Dividenden-Ausschüttung. Evtl. auch ein paar reine Wachstumswerte wie zum Beispiel: Mercadolibre, SQUARE, ETSY, CLOUDFLARE, ROKU oder auch TWILIO.



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Paddy
Autor

Was haltet ihr von Dividendenwachstumstiteln? Die Klassiker sind ja Fastenal, Texas Instruments, Broadcom usw..? Wäre das nach eurer Meinung eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Ansatz? Persönlich würde ich den Anteil von BDC / REITS nicht noch weiter ausbauen, sondern in "klassische" Unternehmen investieren. Investiert ihr auch in Titel, welche aktuell keine Dividende auszahlen? Danke für eure Meinung.

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Sven
Plus

@patrick_s
ich habe einige Wachstumstitel (z. B. Apple, Visa, Microsoft, Tencent, etc.) im Portfolio - aber das ist nicht mein Schwerpunkt. Nichtzahler habe ich zur Zeit 4. 2 davon haben nur ausgesetzt (Carnival & Disney) und 2 noch nie angefangen: Amazon und Alphabet sind meine einzigen Werte ohne Ausschüttung.

Ansonsten habe ich halt unheimlich viele Aristokraten, oder zumindest welche ohne Absenkung - die in der Regel aber so zwischen 2,5% und 3,5% Dividendenrendite liegen und für Dein Renditeziel wohl zu wenig ausschütten...

Hier mal ein Auszug "klassischer" Unternehmen (Also Dickschiffe bei denen man sagen kann: "Wenn die untergehen, dann ist eh alles im Eimer...")  aus meiner Gesamtliste.

3M
Allianz
AXA
Basf
Bayer
Coca-Cola
Daimler
Danone
EssilorLuxottica
Gazprom ADR
IBM
Johnson & Johnson
Kellogg
Kraft Heinz
McDonalds
Michelin
Nestle
Nintendo
Pernod Ricard
Pfizer
Procter&Gamble
Reckitt
Rio Tinto
RWE
Volkswagen Vz
Vinci

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